Granatapfel, Punica granatum

Der Granatapfel ist ein sommergrüner Laubbaum. Der Baum zählt zu den subtropischen Pflanzen und muss vor Frost geschützt werden. Der Granatapfel blüht im Sommer und fruchtet im Herbst. Während des Blüten - und Fruchtansatzes muss gut gewässert werden. Gedüngt wird die ganze Saison hindurch, außer während der Blüte, dann wird mit dem Düngen ausgesetzt.

Vom Frühjahr bis zum Herbst steht der Bonsai am besten an einen sonnigen bis leicht schattigen Platz im Freien. Der Bonsai kann aber auch an einen hellen luftigen Standort im Haus stehen.

Der Baum ist nicht winterhart und muss in einen kühlen Raum z.B. ein Gewächshaus, bei Temperaturen von fünf bis zehn Grad überwintern. Die Pflanze kann nicht ganzjährig im Zimmer gehalten werden. Die Winterruhe muss eingehalten werden.

Im Sommer ist der Wasserbedarf sehr hoch. Besonders in der Blütezeit. Im Winter darf die Erde nur leicht feucht sein. Ballentrockenheit und Staunässe wird nicht vertragen. Der Baum reagiert gleich mit Blattabwurf. Als Gießwasser und zum Besprühen Regenwasser verwenden.

Von Frühjahr bis Herbst alle zwei Wochen mit Bonsai Dünger flüssig. Reduziert düngen während der Blüte. Zuviel düngen würde den Fruchtansatz vorantreiben und somit Blütezeit verkürzen. In der Ruhezeit Oktober bis März wird nicht gedüngt.

Im Frühjahr kurz vor Neuaustrieb. Alle zwei bis drei Jahre mit Wurzelschnitt.  Beim Wurzelschnitt sollte etwa ein Drittel der Wurzelmasse entfernt werden.

Man sollte eine sehr gut wasserdurchlässige Erdmischung aus Akadama, Lavasplitt und Humus verwenden.  Wichtig ist eine gute Drainage.

Vorschlag: Eine Mischung aus einem Teil Akadama, ein Teil Humus, ein Teil Gesteinsgranulat. Alternativ: Bonsai – Fertig – Erdmischung

Den Neuaustrieb im Frühjahr ab einer Trieblänge von ca. 15 cm, das entspricht in etwa sieben bis acht Blattpaare, zurückschneiden auf ca. ein bis fünf Blattpaare.  Ab Anfang April nicht mehr schneiden, der Baum bekommt sonst keine Blüten. Erst nach der Blüte wird der Baum durch einen Schnitt wieder in Form gebracht. Haben sich Früchte gebildet, dann nur ein bis zwei reifen lassen. Weitere Früchte würden den Baum nur schwächen.

Nicht unbedingt erforderlich, allerdings können ein Teil der Blätter im Sommer entfernt werden. Licht kommt dann im inneren der Krone. Das fördert die Feinverzweigung.

Im zeitigen Frühjahr, vor dem Neuaustrieb oder direkt nach der Blüte. Die Triebe sollten aber nicht zu dünn sein, sie brechen sehr schnell (ca. 3 mm ist machbar). Ältere Äste sollte man nicht drahten. Diese sind sehr brüchig. Besser ist es bei erforderlichen Korrekturen mit Spanndraht zu arbeiten. 

Handelsübliche Pflanzenschutzmittel können bei Befall von Schädlingen und gegen Krankheiten angewendet werden.

Man beachte: In der Wohnung gehaltene Granatapfelbäume bilden zartes Laub. Für Schädlinge ist das eine Verlockung. Bäume die den Sommer über im Freien verbringen haben wesentlich festeres Laub und sind darum nicht so interessant für die Schädlinge.