Ajan–Fichte, Picea jezoensis

Die Fichte gehört zu den immergrünen Bäumen. Bei Bonsaisammlern ist die Ajan-Fichte sehr beliebt wegen der kurzen Nadeln.

Der Standort ist im Freien an einen hellen bis halbschattigen Platz. An heißen Sommertagen besser halbschattig bis schattig. Hitze wird nicht so gut vertragen. Im zeitigen Frühjahr sollte man den Neuaustrieb vor Spätfrost schützen.

Die Fichte ist in der freien Natur winterhart. In der Schale eingepflanzt ist der Bonsai aber nur bedingt winterfest. Bei Überwinterung im Freien ist Sonnen-, Wind- und Wurzelschutz angebracht. Dafür den Ballen entweder ohne Schale oder mit Schale in die Erde senken und zusätzlich abdecken mit Laub und Zweige. Sobald die Temperaturen konstant über den Gefrierpunkt bleiben wird der Winterschutz entfernt, damit sich darunter kein Schimmel bildet. Bei langanhaltender Trockenheit frostfreie Tage zu

Das Substrat gleichmäßig feucht halten. Der Wasserbedarf lässt sich an der Substrat-Oberfläche ablesen. Gegossen wird immer erst dann, wenn die Substrat-Oberfläche abgetrocknet ist (aber keine Ballentrockenheit!). Für das „wie oft“ gibt es keine feste Regel. Es ist abhängig von der Baumverfassung, Jahreszeit, Standort und Witterung. Staunässe und Ballentrockenheit schadet den Baum. An Tagen mit großer Hitze den Baum besprühen. Der Baum steht dann im Schatten. Achtung:  Auch im Winter soll der Wurzelballen nicht komplett austrocknen. Als Gießwasser und zum Besprühen Regenwasser verwenden.

Ab Frühjahr, nach dem ersten Austrieb bis zum Herbst. Alle 2 bis 3 Wochen düngen mit organischen Bonsai - Flüssigdünger oder alle ca. 6 Wochen mit festen Bonsai - Dünger. (Düngeranleitung auf dem Etikett in jedem Fall beachten). In der Ruhezeit Oktober bis März wird nicht gedüngt.

Mit Wurzelschnitt alle zwei bis vier Jahre, im Herbst, der Baum muss dann aber frostfrei überwintern, oder im März bis April.  Beim Umpflanzen sehr behutsam vorgehen. Der Baum reagiert empfindlich. Die Wurzeln darum auch nur mäßig zurückschneiden. Den richtigen Zeitpunkt erkennt man, wenn das Gießwasser nur noch sehr langsam aufgenommen wird, wenn die Schale vollständig mit Wurzeln ausgefüllt ist und die Wurzeln den Baum in der Schale hochdrücken. Zu beachten ist auch: Schneiden und Umpflanzen sollte nie gleichzeitig gemacht werden.

Die Erde muss für den Baum die erforderliche Wassermenge aufnehmen können und eine gute Durchlüftung des Wurzelballens gewährleisten. Außerdem muss überflüssiges Wasser gut abfließen können. Vorschlag: Mischung aus 2 Teile Akadama, 2 Teile Humus, 1Teil Gesteinsgranulat. Alternativ: Bonsai – Fertig – Erdmischung.

Kräftigere Äste im Herbst zurückschneiden. Ab Frühjahr vor den Neuaustrieb, ab 1 bis 2cm Länge, bis zur Hälfte zurück zupften. Schnittstellen ab 2mm mit Wundpaste schließen um die Wunde vor Infektionen und Pilzbefall zu schützen.

Um die Form zu erhalten werden die neuen noch weichen Triebe um etwa 2/3 abgezupft. 

Auch dickere Äste lassen sich mit drahten noch ganz gut in Form bringen. Nadeln die im Weg sind werden entfernt. Vorsicht: Wegen des schnellen Wachstums regelmäßige Kontrolle damit der Draht rechtzeitig abgenommen wird bevor die Rinde geschädigt wird.

Handelsübliche Pflanzenschutzmittel können bei Befall von Schädlingen angewendet werden. Achtung: Die Schale ist bei starken Frösten gefährdet.