Japanische Schwarz - Kiefer ,Pinus thunbergil, Out

Freiland-Bonsai: Nadelbaum

Im Freien. Sonnig und luftig. Wind ist kein Problem. Große Hitze wird vertragen, wenn die Erde gleichmäßig feucht gehalten wird.

Der Baum ist bedingt winterhart bis Temperaturen von minus zwei Grad. Bei Überwinterung im Freien ist Sonnen-, Wind- und Wurzelschutz erforderlich. Dafür den Ballen entweder ohne Schale in die Erde senken oder den Baum mit Schale in eine Kiste setzen, die mit Torf gefüllt wird. Zusätzlich abdecken mit Laub und Zweige. Sobald die Temperaturen konstant über den Gefrierpunkt bleiben wird der Winterschutz entfernt, damit sich darunter kein Schimmel bildet. Achtung: Schale ist bei starken Frösten gefährdet. 

Das Substrat gleichmäßig feucht halten. Der Wasserbedarf lässt sich an der Substrat-Oberfläche ablesen. Gegossen wird immer erst dann, wenn die Substrat-Oberfläche abgetrocknet ist (aber keine Ballentrockenheit!). Für das „wie oft“ gibt es keine feste Regel. Es ist abhängig von der Baumverfassung, Jahreszeit, Standort und Witterung. Staunässe und Ballentrockenheit schadet den Baum. An Tagen mit großer Hitze den Baum besprühen. Der Baum steht dann im Schatten. Achtung:  Auch im Winter soll der Wurzelballen nicht komplett austrocknen. Frostfreie Tage zum Gießen nutzen. Als Gießwasser Regenwasser verwenden. Hartes Leitungswasser wird aber auch mal vertragen. Zum Besprühen kein hartes Leitungswasser verwenden, es verursacht Flecken. 

Ab Frühjahr, wenn die Knospen anfangen sich zu strecken, bis Ende Juni alle zwei Wochen düngen mit organischen – oder mineralischen Bonsai - Flüssigdünger oder alle ca. 6 Wochen mit festen Bonsai - Dünger. (Düngeranleitung auf dem Etikett in jedem Fall beachten). Beim Düngen mit Flüssigdünger immer beachten, der Boden sollte leicht feucht sein. Bei zu trockenem Boden läuft man in Gefahr, dass die feinen Wurzeln verbrennen. Ab Juli eine Düngerpause einlegen und ab Ende August bis ca. Ende September stickstoffarm kräftig düngen. In der Ruhezeit Oktober bis März wird nicht gedüngt.

Umpflanzen

Mit Wurzelschnitt alle zwei bis vier Jahre, im Herbst (der Baum muss dann aber frostfrei überwintern), oder im Frühjahr, vor dem Austrieb.  Hierbei aber sehr behutsam vorgehen. Der Baum reagiert empfindlich. Die Wurzeln darum auch nur mäßig zurückschneiden. Den richtigen Umpflanz-Zeitpunkt erkennt man, wenn das Gießwasser nur noch sehr langsam aufgenommen wird, wenn die Schale vollständig mit Wurzeln ausgefüllt ist und die Wurzeln den Baum in der Schale hochdrücken. Zu beachten ist: Kiefern leben in Symbiose mit dem Pilz Mykorrhiza. Der lebt, befindet sich an den Wurzeln. Der sieht in etwa so aus wie Schimmel. Bitte nicht entfernen. Der Pilz ist eine echte Hilfe für die Kiefer, er verbessert die Nährstoffaufnahme und schützt die Wurzeln vor Infektionen.

Erde

Die Erde muss für den Baum die erforderliche Wassermenge aufnehmen können und eine gute Durchlüftung des Wurzelballens gewährleisten. Außerdem muss überflüssiges Wasser gut abfließen können. Vorschlag: Mischung aus einem Teil Akadama, einem Teil Humus, einem Teil Gesteinsgranulat. Alternativ: Bonsai – Fertig – Erdmischung.

Rückschnitt

Kräftigere Äste im Frühjahr zurückschneiden. Schnittstellen ab 2 mm mit Wundpaste schließen um die Wunde vor Infektionen und Pilzbefall zu schützen.

Blattschnitt

Um die Form zu erhalten werden die Kerzen im Frühjahr nach dem Strecken (Nadeln sind noch nicht sichtbar) um ca. 2/3 eingekürzt oder im August komplett entfernen. Störende Nadeln an Stamm und Äste können abgezupft werden.

Drahten

Kiefern werden im Winter gedrahtet. Nadeln die im Weg sind werden entfernt. Älter, unflexible Äste sollten mit Spanndraht in Form gebracht werden. Der Draht sollte im Mai entfernt werden, dann fängt das Dickenwachstum der Äste und Zweige an.  

Pflanzenschutz

Handelsübliche Pflanzenschutzmittel können bei Befall von Schädlingen und bei Krankheiten angewendet werden.