Goldlärche, Pseudolarix amabilis, Outdoor

Freilandbonsai, Nadelbaum: laubabwerfend. Die weichen Nadeln sind anfangs hellgrün, wechseln in grün und schon im Spätsommer in goldgelb, dann später im Herbst rötlich um abzufallen. Die Nadeln der Goldlärche sind länger wie die Nadeln der europäischen Lärche.

Im Freien. Sonnig bis halbschattig. An heißen Sommertagen besser halbschattig bis schattig. Zu große Hitze wird nicht so gut vertragen. 

Die Lärche ist winterhart. Trotzdem ist über Winter Sonnen-, Wind- und Wurzelschutz angebracht. Dafür den Ballen entweder ohne Schale in die Erde senken oder den Baum mit Schale in eine Kiste setzen, die mit Torf gefüllt wird. Zusätzlich abdecken mit Laub und Zweige. Bleibt der Bonsai in der Schale, dann sollte dieser bei länger anhaltender Frostperiode (ab circa zwei Wochen) vorübergehend (circa drei Tage) in einen frostfreien Raum wie Garage oder Kalthaus. Der Wurzelballen taut auf und der Baum kann mit Wasser versorgt werden. Bei Dauerfrost kann der Wurzelballen austrocknen und die Wurzeln würden Schaden nehmen. Danach kann die Lärche wieder nach draußen in den Frost zurückgestellt werden. Achtung: Schale ist bei starken Frösten gefährdet.

Das Substrat gleichmäßig feucht halten. Der Wasserbedarf lässt sich an der Substrat-Oberfläche ablesen. Gegossen wird immer erst dann, wenn die Substrat-Oberfläche abgetrocknet ist (aber keine Ballentrockenheit!). Für das „wie oft“ gibt es keine feste Regel. Es ist abhängig von der Baumverfassung, Jahreszeit, Standort und Witterung. Staunässe und Ballentrockenheit schadet den Baum. Bei Trockenheit reagiert der Baum sofort mit Nadelabwurf. An Tagen mit großer Hitze die Lärche besprühen. Der Baum steht dann im Schatten. Achtung:  Auch im Winter soll der Wurzelballen nicht komplett austrocknen. Frostfreie Tage zum Gießen nutzen Als Gießwasser Regenwasser verwenden. Hartes Leitungswasser wird aber auch mal vertragen. Zum Besprühen kein hartes Leitungswasser verwenden, es verursacht Flecken. 

Ab Frühjahr, nach dem ersten Austrieb bis zum Herbst. Alle zwei Wochen düngen mit organischen – oder mineralischen Bonsai - Flüssigdünger oder alle circa sechs Wochen mit festen Bonsai - Dünger. (Düngeranleitung auf dem Etikett in jedem Fall beachten). Beim Düngen mit Flüssigdünger immer beachten, der Boden sollte leicht feucht sein. Bei zu trockenem Boden läuft man in Gefahr, dass die feinen Wurzeln verbrennen.

In der Ruhezeit Oktober bis März wird nicht gedüngt. 

Mit Wurzelschnitt alle zwei bis drei Jahre. Im zeitigen Frühjahr, vor dem Neuaustrieb. Dann beachten, dass der Baum bei Spätfrösten frostfrei steht.  Den richtigen Zeitpunkt erkennt man, wenn das Gießwasser nur noch sehr langsam aufgenommen wird, wenn die Schale vollständig mit Wurzeln ausgefüllt ist und die Wurzeln den Baum in der Schale hochdrücken. 

Die Erde muss für den Baum die erforderliche Wassermenge aufnehmen können und eine gute Durchlüftung des Wurzelballens gewährleisten. Außerdem muss überflüssiges Wasser gut abfließen können.

Vorschlag: Eine Mischung aus einem Teil Akadama, zwei Teilen Humus, zwei Teilen Gesteinsgranulat.

Alternativ: Bonsai – Fertig – Erdmischung. 

Vor dem Austrieb, im März, Zweige und Äste schneiden.  Schnittstellen ab 2 mm mit Wundpaste schließen um die Wunde vor Infektionen und Pilzbefall zu schützen.

Neuaustrieb kann in der Vegetationsphase immer wieder zurückgezupft werden.  Damit erreicht man eine feinere Verzweigung der Äste. 

Auf Drahten kann bei der Gestaltung selten verzichtet werden. Die günstigste Zeit ist im Frühjahr oder im Juni. 

Handelsübliche Pflanzenschutzmittel können bei Befall von Schädlingen und bei Krankheiten angewendet werden.